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Fashioning a Just Transition: Manifest für eine gerechte Modeindustrie

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Die Modeindustrie ist fehlerhaft gestaltet. Milliardenschwere Marken werden immer reicher – auf Kosten von Mensch und Planet. Millionen von Textilarbeiter*innen[1] sind unterbezahlt, überarbeitet und ungeschützt. Faire Arbeitsbedingungen sind Konzernprofit untergeordnet. Und jedes Jahr werden Milliarden Kleidungsstücke durch Ausbeutung und Ressourcen-Raubbau auf den Markt geschleudert.

 

Mode ist eine Billionen-Dollar-Industrie. Doch dieser Reichtum füllt die Taschen von CEOs und Aktionär*innen – nicht die der Menschen, die unsere Kleidung herstellen. Von Armutslöhnen und Unterdrückung von Gewerkschaften bis hin zu unsicheren Arbeitsbedingungen und geschlechtsspezifischer Gewalt kämpfen Textilarbeiter*innen täglich für Würde und Existenz.

Die gleichen Arbeiter*innen, die ums Überleben kämpfen, zahlen auch den höchsten Preis der Klimakrise. Überschwemmungen, Brände, Erdbeben, Stürme und Dürren führen zu Fabrikschließungen und bedrohen Arbeitsplätze. Armutslöhne lassen Arbeiter*innen ohne Sicherheitsnetz zurück, wenn Katastrophen eintreten. Eingeschränkte Wasserpausen in schlecht belüfteten Arbeitsstätten machen Hitzewellen unerträglich. Währenddessen ignorieren reiche Modechef*innen in klimatisierten Vorstandsetagen aus weiter Ferne mit ihren Klimaentscheidungen die Belange der Arbeiter*innen.

Die Modeindustrie gehört zu den umweltschädlichsten Industrien der Welt. Sie laugt Böden aus, vergiftet Wasser, verschmutzt die Luft, beschleunigt Abholzung und Artensterben und stößt enorme Mengen klimaschädlicher Emissionen aus. Diese Lawine an Kleidung landet schon bald auf Müllhalden und belastet Gemeinschaften in der ersten Reihe der Textilabfallkrise mit einem Chaos, das sie nicht verursacht haben. Überproduktion gedeiht auf niedrigen Löhnen und Abfallbergen.

Doch ein anderer Weg ist möglich. Textilarbeiter*innen auf der ganzen Welt kämpfen für eine Zukunft, die ihre Bedürfnisse ins Zentrum stellt. Sie organisieren sich in Gewerkschaften, um sich gegen mächtige Marken zu behaupten. Sie holen sich ihr Recht auf ein würdiges Leben und eine lebenswerte Zukunft zurück. Und sie fordern uns auf, ihre Forderungen nach einer gerechten Transformation in eine faire, grüne Welt zu verstärken.

Dieses Manifest entwirft unsere gemeinsame Vision eines anderen Modesystems – eines Systems, das die Würde der Arbeiter*innen und den Schutz unseres Planeten in den Mittelpunkt stellt. So wie die Ausbeutung von Mensch und Erde mit Profitmaximierung untrennbar verbunden ist, so ist sie es auch mit dem Kampf für soziale und Klimagerechtigkeit. Mode zukunftssicher zu machen bedeutet, alte schädliche Systeme zu verlassen und neue, gerechte Arten der Produktion und des Konsums aufzubauen. Wahrer Wandel kommt nicht von oben: Die gerechte Transformation muss von den Arbeiter*innen geführt werden und menschenwürdige Arbeit auf einem gesunden Planeten schaffen.



[1]             Wir verwenden den gängigen Begriff „Textilarbeiter*innen“*, erkennen jedoch die enge Verknüpfung der Produktion von Mode-, Leder-, Schuh- und Textilprodukten an. Mit diesem Begriff beziehen wir uns auf alle Beschäftigten der globalen Bekleidungsindustrie – also auf alle Menschen, die an der Herstellung von Mode-, Leder-, Schuh- und Textilprodukten beteiligt sind.

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